Röck Döts – Umlaute im Heavy Metal

Samstag, 3. Juli 2010
Kategorien: Allgemein
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Woher kommt die Angewohnheit der harten (in der Regel) Jungs, Punkte auf die Vokale zu machen?

Man kennt einige Namen von Bands, die als exotische Ornamente Pünktchen tragen. Die tragen selten zum Sinn bei, sehen aber schick aus… Oder? Okay, man muss sicherlich einräumen, dass zwei unterschiedliche Schreibweisen stets auch eine unterschiedliche Bedeutungsaufladung besitzen. Und so hält man als Assoziation meist Männer mit langen Haaren und bizarr gezackt geformten Gitarren bereit.

Böse Ästhetik

Verschiedene Bands werden unterschiedliche Motive haben, den Heavy-Metal-Umlaut zu verwenden. So grassieren in der Metal-Szene höchst unterschiedlich zu bewertende Bezüge auf Deutschland. Während Motörhead tatsächlich böse erscheinen wollen, ist es bei den als Erfinder der „Röck Döts“, der nicht die Aussprache verändernden Umlaute, geltenden Blue Öyster Cult ein Bezug auf den Antisemiten Richard Wagner.

Weitere Vertreter

Queensrÿche hingegen wollten durch die Pünktchen die Assoziation mit der nationalsozialistisch anmutenden Endung „-reich“ gerade vermeiden. Da es aber genauso ausgesprochen wird und die erste Veröffentlichung „Queen Of The Reich“ hieß, bleibt diese Erklärung fragwürdig. Weitere Vertreter der seltsamen Umlautung, bei der es sich eigentlich nur um eine Um-Schreibung handelt, sind Mötley Crüe, Lääz Rockit (die eigentlich zwei Punkte auf zwei „a“ verteilt haben, was aber schwierig darstellbar ist) und die Comichaft überzeichnete Film-Band Spın̈al Tap. Die trieben das Spiel auf die Spitze, indem sie die Punkte auf einen Konsonanten setzten, während das „i“ sein Pünktchen einbüßte. Auch skandinavische Alphabete erfreuen sich mittlerweile auf Grund ihrer Eigenheiten mittlerweile großer Beliebtheit.

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